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Nachhilfe am Nachmittag - Bewährtes Mittel gegen Blaue Briefe
Zweimal jährlich stehen die Zeichen in vielen Familien auf Sturm. Denn: Das nächste Zeugnis steht an, wobei sich die unbeliebtesten Vorboten zumeist im heimischen Briefkasten finden lassen. Die beste Lösung gegen sich anbahnende Blaue Briefe ist nach wie vor die private Nachhilfe, da hier zeitliche Flexibilität, individuelle Betreuung und insgesamt überschaubare Kosten Hand in Hand gehen. Das Wichtigste zum Schluss: In der Regel werden erste Erfolge schon nach kurzer Zeit sichtbar.
Studenten und angehende Lehrer bevorzugt
Das Schöne am Nachhilfeunterricht ist, dass die zu erbringende Dienstleistung sowohl dem Schüler als auch dem "Nachhelfer" zugute kommt - und zwar über die Bezahlung hinaus. Denn auf kaum einer anderen Bühne schaffen es angehende Lehrer besser, erste Erfahrungen im Umgang mit mehr oder weniger lernwilligen Schülern zu sammeln. Stimmt die Zusammenarbeit, verbessern sich zumeist automatisch die Noten. Kann es ein besseres Feedback für die eigenen beruflichen Ambitionen geben? Doch natürlich sind es nicht nur angehende Lehrer, die für den Nachhilfe-Job infrage kommen. Wer in einem Schulfach gute Kenntnisse hat(te), wird wahrscheinlich immer in der Lage sein, schwächelnden Verwandten und Nachbarskindern auf die Sprünge zu helfen.
Der Heimvorteil
Für den Schüler ergeben sich aus der Nachhilfe zuhause eine Reihe von Vorteilen. Wie wir alle wissen, haben junge Menschen gerade in großen Städten Deutschlands mittlerweile häufig ebenso volle Terminkalender wie die Erwachsenen. Kommt die Nachhilfe nach hause, fallen für den Schüler oder die Schülerin schon einmal lästige Fahrtzeiten weg.
Für die Eltern ergibt sich der Vertrauensvorteil. Sie müssen ihr Kind nicht zu einer mehr oder weniger fremden Person nach hause schicken, sondern können in der Regel das Unterrichtsgeschehen immerhin indirekt mitverfolgen. Und da die Mischung zwischen Lehrer und Schüler nicht immer stimmen muss, kann man sich im Einzelfall auch darüber einigen, das Beschäftigungsverhältnis nicht weiterzuführen - ohne dass dabei jemand zu Schaden kommt. Denn auch das müssen angehende Lehrer noch an sich selbst ausprobieren: Mit manchen funktioniert's und mit anderen nicht. Sollte ein Schüler keine Vorschritte machen, muss das nicht unbedingt am Lehrer liegen. Diese Erfahrung ist für das Selbstvertrauen des Unterrichtenden besonders wichtig.
Hilfe zur Selbsthilfe
Gute Nachhilfe ist Hilfe zur Selbsthilfe. Schließlich sollen die Schüler lernen, auf eigene Faust in der Schule klar zu kommen. Das heißt, dass nachhaltige Nachhilfe sich nicht nur auf das rein Fachliche konzentriert, sondern gezielt die Schwächen des Schülers zu ermitteln sucht. Diese können weit gestreut liegen und müssen längst nicht immer etwas mit dem Fach zu tun haben. Auch hier ist Selbstvertrauen ein Schlüsselwort. Ein weiteres Problem kann sein, dass ein Schüler zwar im Unterricht die Inhalte versteht, sie jedoch bis zur nächsten Einheit wieder vergisst. Hier müssen eher Lernstruktur und Gedächtnis, als Inhalte trainiert werden:
Nachhilfe ist also für alle ein Vorteil. Den Schülern geht es in der Schule besser. Allein aufgrund wachsender Erfolgserlebnisse haben sie dort mehr Spaß. Und die angehenden Lehrer können sich selbst ausprobieren und ebenfalls an den Erfahrungen wachsen.
(Bild: © Knipseline / PIXELIO )